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Donnerstag, 27. Mai 2021

Autobiografie für Leser interessant gestalten - Show don't tell

      

                                                                                  Ab in die Büsche ...?

Moin, meine lieben Schreiber- und Leserlinge!

Auch wenn es Erleuchtete gibt, die das sicher anders sehen: Langeweile ist öde. Zumindest hatte ich schon immer Probleme damit. Sechs Wochen Sommerferien ohne viel Programm waren früher die Hölle für mich. Ich brauchte neue Anregungen, Inspiration - von außen. In gewisser Weise galt das auch fürs Liebesleben. Und es gilt fürs Schreiben. "Du sollst nicht langweilen!" 

Um das Autorengesetz No. 1 umsetzen zu können, sollte man unbedingt für eine straffe Handlung sorgen und möglichst alles Überflüssige weglassen. Achtet darauf, vielfältige Sinneswahrnehmungen einzubauen. Wechselt lange und kurze Sätze miteinander ab, direkte mit indirekter Rede, Szenen mit narrativen Zusammenfassungen. Wechselt, wo möglich und sinnvoll, die Perspektive. Baut Ortswechsel ein. Zeigt, was ihr meint, statt es nur zu beschreiben, ganz gemäß einem ebenfalls nicht wegzudenkenden Gesetz, das ihr in jedem Schreibratgeber finden werdet: Show, don't tell. Behauptet also nicht einfach nur, lasst lebhafte Bilder entstehen und Gefühle bei euren Lesern und Leserinnen.

Nun ist ja die Frage, ob ich mich selbst daran halte. Deshalb meine Frage an euch: Seht ihr im folgenden Text Längen? Langweilt ihr euch stellenweise? Bleiben wichtige Fragen offen? Wo würdet ihr straffen, was ergänzen? Könnt ihr mitfühlen? Werden eigene Erinnerungen wach? - Ich freue mich wie immer auf eure Meinung.

In Hannahs Geschichte gibt es wieder einmal einen Sprung. Wie sie als vermeintliches Mauerblümchen for ever in der Kirchendisco tatsächlich auf Lulatsch stieß, das lest ihr ab Juli im Buch. Im Text geht es erst einmal mit einem Ortswechsel weiter. Die Schulabschlussfahrt steht an. Weg von der elterlichen Aufsicht. Ab nach Kopenhagen. Und natürlich reist Hannahs Sehnsucht nach Liebe mal wieder mit:

Liebesleben in Kopenhagen
Zwei Kurzschuljahre hatten dafür gesorgt, dass Bärbel und Hannah schon mit fünfzehn Jahren kurz vor der Mittleren Reife standen. Im Frühsommer 1970 stand das Ziel für ihre Klassenabschlussfahrt endlich fest: Kopenhagen. Meine Güte, es ging ins Ausland! Wie toll! Und schneller als gedacht, waren alle startklar.
In Erinnerung an die beschämende dreitägige Klassenfahrt nach Bad Driburg zwei Jahre zuvor hatte Hannah ihre Reisetasche gut gefüllt. Die Erinnerung an den Spaziergang, bei dem sie im Versuch, ausnahmsweise mal mutig über einen kleinen Bach zu springen, ausgerutscht und im Matsch gelandet war, saß tief. Sie hatte keinen zweiten Rock geschweige denn eine Jeans zum Wechseln dabei gehabt, weil Mutti das für nicht notwendig erachtet hatte und sie überhaupt keine Jeans besaß. Dass ihre Klassenkameradin Birgit Hannah zu ihrer großen Überraschung eine lange Hose angeboten hatte, war zwar ein Riesentrostpflaster gewesen. Zum ersten Mal in ihrem Leben ging sie nicht in Rock oder Kleid. Aber dennoch: So eine Blamage, dieser Sturz! So etwas sollte ihr nicht noch einmal passieren.


Nach Kopenhagen reiste Hannah in eigener Hose. Keine schicke Blue Jeans zwar, auch keine Röhrenhose aus Cord mit Boots dazu, aber immerhin mehr als den blauen Faltenrock von vor zwei Jahren.
In Begleitung von Herr Schäfer und Frau Schröder, der jungen, flotten Referendarin mit der Hochsteckfrisur und der kameradschaftlichen Art, die alle Schülerinnen liebten, saß die 10 b die halbe Nacht hindurch im Zug. Die meisten Mädchen waren aufgekratzt und sprühender Laune. Wie kann man nur so viel reden und lachen, dachte Hannah. Und was die alles aßen ...! Hannah fühlte sich wieder einmal benachteiligt. Der Proviant der anderen erschien ihr viel abwechslungsreicher und verführerischer zu sein als ihr eigener. Mutti hatte gerade einmal zwei Graubrot-Kniften mit Margarine und Teewurst für sie geschmiert, einen Apfel dazugelegt und ein hartgekochtes Ei, das streng roch und so lange gekocht worden war, dass das Eigelb am Rand ganz grün war. Dazu gab es, als seltenes Highlight, ein Päckchen Sunkist, das dank klebriger Süße den Durst leider nicht löschte. Das war’s. „Ihr fahrt über Nacht, da muss man nicht so viel essen“, hatte Mutti gesagt. Dass an Schlafen kaum zu denken war, so im Sitzen und bei all dem aufgedrehten Geschnatter um sie herum, das hatte sie wohl nicht bedacht. 

Hannah sah genauer hin. Die anderen hatten Coca-Cola dabei, herzhaft duftende Frikadellen und kleine Tütchen mit Senf, reife Pfirsiche, aus denen der Saft tropfte, kleine Schälchen mit Kartoffelsalat und Käsewürfel, dazu jede Menge Süßkram und Flips und Chips. Lustlos stopfte Hannah ihr Brot und das Ei in sich hinein, knüllte das Pergamentpapier zusammen, lehnte sich im Sitz zurück und tat so, als würde sie schlafen. Auf Tauchstation zu gehen, erschien ihr wie so oft als gute Strategie.


Als der Zug am frühen Morgen endlich in der dänischen Hauptstadt einlief und Hannah vor lauter Müdigkeit kaum noch ihren Namen kannte, wartete vor dem Bahnhofsgebäude ein Reisebus. „Wir machen jetzt als Erstes eine Stadtrundfahrt“, frohlockte Herr Schäfer, der unterwegs abhandengekommen war, weil er ausgestiegen und nicht schnell genug wieder an Bord der Fähre gewesen war, es aber auf wundersame Weise geschafft hatte, rechtzeitig wieder in Kopenhagen zu sein. Eine Stadtrundfahrt also. Es war, als hätte er gesagt: Freut euch, Kinder, wir schreiben heute eine Mathearbeit! Das Einzige, was Hannah in diesem Moment noch interessierte, war der Schlafsaal der Jugendherberge. Den Erläuterungen aus dem Busfahrer-Mikro folgte sie im Halbschlaf. Ihre Erschöpfung war so groß, dass sie der Verzweiflung nah war. Selbst die von Herrn Schäfer groß angekündigte Überraschung interessierte sie nicht die Bohne: In einem Museumsraum gab es ein blödes, halbkaputtes Boot zu bewundern, das - uralt – vor kurzem irgendwo aus dem Schlamm geholt worden war. Ich will wieder nach Hause, dachte sie. So eine blöde Klassenfahrt! Im Bus dämmerte sie kraftlos vor sich hin, bis die lauter werdende Stimme des Busfahrers sie aufschreckte: „Da drüben ist das Wahrzeichen der Stadt“, rief er, „die kleine Meerjungfrau.“
Was? Wie? Meerjungfrau? Wie hatte Hannah sich darauf gefreut. Eine Nixe, wie sie sie aus Hans Christian Andersens Märchenbuch kannte, war so was von romantisch. Angestrengt starrte sie durch die beschlagene Scheibe. „Wo ist sie denn? Ich seh ja gar nichts.“
„Schon vorbei, du Schlafmütze!“, sagte Bärbel. „Warum schläfst du denn nicht einfach später?“
Weil ich einfach so furchtbar müde bin, dachte Hannah. Blöde Frage! Aber Müdigkeit schien jetzt irgendwie unangebracht zu sein. Die anderen zeigten ihr deutlich: Müdigkeit war höchstens was für alte Leute, nichts für Teenager. Und da nicht einmal Herr Schäfer im Glanze seines weißen Haarkranzes gähnte ...


Irgendwann waren sie endlich angekommen, doch um zu schlafen war es die falsche Tageszeit. Bettenbeziehen war angesagt. Danach erwachte Hannah für kurze Zeit zu neuem Leben. Kaum lag Bärbel, inzwischen selbst kurz vorm Koma, probehalber im Leiterbett über ihr, tat sie etwas für ihre Verhältnisse Unerhörtes: Sie trat mit ihren vergleichsweise langen Beinen von unten gegen das Drahtgeflecht unter Bärbels Matratze, wieder und wieder, und katapultierte so ihre gerade mal fünfzig Kilo schwere Freundin fast unter die Zimmerdecke. Toll! Wer hätte gedacht, dass sie so etwas konnte. Meine Güte, das machte aber auch einen Spaß ...! Einen Moment lang fühlte sie sich unbesiegbar.
 „Hannah!“ Bärbels Stimme klang schrill. „Hör endlich auf!!! Ich fall gleich runter ...!“
Na gut. Hannah gab widerwillig nach. Aber sie hatte ja noch ein As im Ärmel. Mutti hatte erzählt, sie habe einer Klassenkameradin bei ihrer eigenen Abschlussfahrt das Nachthemd zugenäht „Das ist harmlos, aber lustig. Ich gebe dir was mit.“
Bärbel war eingeweiht und bekam eine Nadel und etwas Garn ab. Am Nachmittag schlichen die beiden Mädchen sich in den menschenleeren Schlafsaal und nähten in trauter Eintracht. Hannah hatte ein besonders zartes Etwas in jungfräulichem Weiß erwischt. Wem es gehörte, wusste sie nicht. Und es war toll, etwas Verbotenes zu tun. Und ihre Nähnadel war dick genug für schnelle, gute Arbeit.
Am Abend versuchte Musterschülerin Julia vergeblich, in ihr Nachthemd zu steigen, und stieß, als sie begriff, was geschehen war, einen spitzen Schrei aus. „Oh nein! Das teure Batistnachthemd ...! Wer war das?!“
Hannah zog den Kopf ein, doch sie war mächtig stolz. Sie hatte etwas gewagt, etwas Verbotenes getan und nichts Schlimmes war passiert. Niemand hatte sie erwischt. Schade nur, dass, außer Bärbel, niemand von ihrer Heldentat wissen durfte.

Die Tage vergingen viel zu schnell. Gut, dass sie wenigstens Fotos machen konnte. Hannahs billige Agfa-Kamera im rehbraunen Kunstlederetui war immer mit dabei. Es würde nicht leicht sein, mit 24 Schwarz-Weiß-Aufnahmen und einem Ersatzfilm auszukommen. Auf dem Programm standen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, darunter dann doch noch einmal die Seejungfrau, ganz aus der Nähe. Was für ein Glück! Hannahs Mitschülerin Marie setzte sich auf einen freien Stein am Strand und sah noch hübscher aus als die bronzene Jungfrau. Alle anderen sind hübscher als ich, dachte Hannah. Die am Kanal gelegene Börse wurde von innen und außen besichtigt. Die Klasse machte einen Ausflug nach Helsingør, wo, auf einer Landzunge am äußersten nordöstlichen Ende der Insel Seeland gelegen, die beeindruckende Festung Schloss Kronborg zu besichtigen war. In der Oper erlebten die Mädchen eine Aufführung des Balletts Schwanensee zur Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky, die am fraglichen Abend, wie aufregend!,  auch das dänische Königspaar besuchte. Die Mädchen fuhren mit dem Schiff nach Malmö, was Hannah besonders freute, denn nun konnte sie sich damit brüsten, nicht nur in Dänemark, sondern auch noch in Schweden gewesen zu sein, auch wenn es nur für wenige Stunden war.
All das war interessant, aber am besten war die Zeit, die zur freien Verfügung blieb. Bewaffnet mit einem kleinen Stadtplan und einer Provianttüte aus der Jugendherberge, die Brote enthielten mit undefinierbarem Aufstrich, der herzhaft und zugleich ekelhaft süß schmeckte, eine Kombination, die Hannah Übelkeit bereitete, grasten Hannah und Bärbel die nun schon bekannten Sehenswürdigkeiten ein zweites Mal ab und entdeckten weitere. Am spannendsten war die Wachablösung auf Schloss Amalienborg. Die jungen Soldaten mit ihren schnieken Bärenfellmützen nahmen ihre Aufgabe durchaus ernst. Nur einer von ihnen war zu einem angedeuteten Lächeln zu bewegen, als die Mädchen albern genug vor ihm herumsprangen und ihn knipsten. Seit Hannah nicht mehr ungeküsst war, fand sie alles Männliche noch spannender. Gemeinsam mit Bärbel klapperte sie angeregt die Läden ab auf der Suche nach Souvenirs, ließ sich durch die Straßen treiben, machte weitere Fotos, genoss das ungewohnte Gefühl von Freiheit in einer fremden Stadt und schrieb eine Ansichtskarten an Rainer, mit dem sie seit kurzem ging.

Es war seltsam. Obwohl Hannah nun endlich einen Freund hatte, fühlte sie sich allein in Kopenhagen, ganz so, als würde sie Rainer niemals wiedersehen. Was sie sah, vertiefte dieses Gefühl. Wehmütig beobachtete sie das blühende Liebesleben in der Jugendherberge. Fasziniert beobachtete sie, wie einige Mitschülerinnen dort, ohne lange zu zögern, mit fremden Jungs anbandelten. Carmen zum Beispiel hatte einen exotischen, karamellhäutigen Jungen aus Malaysia, um den Hannah sie glühend beneidete. Birgit bandelte mit einem deutschen Jungen an, der am anderen Ende der Republik lebte. Hannah sah auch andere Mädchen Händchen haltend, sie sah sie knutschend, und hörte, dass einige abends unerlaubt das Gelände verließen und sich sonst wo herumtrieben. Was die sich trauten ...! Mutti hätte sich die Haare gerauft, doch Hannah war neidisch, obwohl doch zu Hause nun Rainer, genannt Lulatsch, auf sie wartete. 

Dann aber bekam sie mit, wie eines der Mädchen sich mit einem Jungen in ein dichtes Gebüsch zurückzog. Was machten die da? Wieso krochen sie in die Büsche, wenn sie knutschen wollte. Ob sie etwa ... Mit einem fast Fremden?! Auf einen Schlag war Hannah ernüchtert. Das wollte sie nicht. Das ging ihr zu weit. Wussten die etwa nicht, dass man als Jungfrau in die Ehe ging, wenn man einen anständigen Mann abbekommen wollte ...?! Dennoch, der Neid, der in ihr nagte, blieb.
Wenig später ergab sich zumindest die Gelegenheit zu einem Flirt. Die Mädchen hatten Freigang und Hannah und Bärbel hatten beschlossen, zum Kanal zu gehen. Sie ließen sich auf einer Bank mit Blick auf die schmucke Börse nieder, um sich die Sonne auf den Pelz brennen zu lassen, als sich zwei junge Schwarze näherten, groß und schlank. Mit gut geschnittenem Gesicht und großen Augen der eine, mit vernarbten Zügen und eher abstoßend der anderen. Die jungen Männer sagten etwas auf Englisch und zeigten lachend ihre großen, weißen Zähne. Hannah und Bärbel antworteten und Hannah war stolz, nun endlich auch von männlichen Wesen registriert zu werden und darauf, ihre Fremdsprachenkenntnisse endlich einmal außerhalb des Klassenzimmers anwenden zu können. Hannah und Bärbel lachten zurück. Sie seien Studenten, sagten die Männer, aus Ghana. „And you?“ Die Mädchen hatten ja nun nur eine Klassenfahrt vorzuweisen, fühlten sich aber dennoch wie Damen von Welt. Da redeten sie in einer fremden Hauptstadt in einer fremden Sprache mit ansehnlichen jungen Männern, Studenten sogar, die locker schon Anfang zwanzig waren, und die sie ernst zu nehmen schienen. Die sie womöglich sogar attraktiv fanden ...!
Schon saß einer von ihnen auf ihrer rechten, einer auf Bärbels linker Seite. Hannah verbot sich den Gedanken, dass beide Jungs womöglich nur scharf waren auf ihre strohblonde Freundin, in ihrem kurzen Rock und mit dem wimperngetuschten Blick aus großen blauen Augen. Dass sie nicht auch sie meinten, das Mädchen mit dem straßenköterfarbenen feinen Haar, das, fast ungeschminkt, daneben saß. Oder dass nur der Hässliche, der Gezeichnete sich für sie erwärmen würde. Sie genoss einfach die Besonderheit des Augenblicks. Ihre Mitschülerinnen hatten immerhin nur Weiße, Gelbe oder Hellbraune, die sie in die Büsche zerrten. Hannah und Bärbel aber parlierten nun mit fast Rabenschwarzen, geradezu Buschmännern. Wie abenteuerlich. Dann aber kippte die harmlose Stimmung. Mit glitzernden Blicken luden die Männer Hannah und Bärbel auf einen Drink ein. Die Mädchen erschraken. Das ging zu weit. Das schien ihnen zu erwachsen, zu gefährlich zu sein.
„We have to leave now?“, sagte Bärbel. „Our teacher is waiting.“
„Sure“, sagten die Studenten. „Will you be here again tomorrow? Same time?“
„May be“, sagte sie. „We’ll try it.“
Kaum waren die Afrikaner außer Hörweite, tauschten die Mädchen sich aufgedreht über die Begegnung aus. „Sollen wir tatsächlich wieder hingehen?“, fragte Bärbel. „Wir wollen doch gar nix von denen. Wir haben doch unsere Freunde.“
„Macht doch nichts“, sagte Hannah. „Reden darf man doch.“ Sie wollte einfach noch ein bisschen baden in der gespannten Erwartung, die in der Luft gelegen hatte.
Am nächsten Tag, gleich nach dem Mittagessen, gingen sie zum Kanal zurück, um die vermeintliche Verabredung mit den Studenten einzuhalten. Die jungen Männer aber blieben fern und ohne weitere amouröse Abenteuer ging die Klassenfahrt zu Ende. Hannah war nun doch froh, keinen Liebeskummer zu haben. Der Neid war Mitgefühl gewichen. Birgit verbrachte den größten Teil der Rückfahrt weinend, weil sie ihren Traumprinzen vermutlich niemals wiedersehen würde. Auch einige der anderen Mädchen erzählten einander, Melancholie im Blick, von ihren Erfahrungen.

Mutti und Papa holten Hannah am Bahnhof ab, sichtlich erleichtert, sie heil wieder bei sich zu haben. Noch im Auto fragte Mutti Hannah gründlich aus. Doch es gab nichts zu gestehen. Sie war brav gewesen, wie immer. Das würde auch Lulatsch freuen. „Aber nicht, dass du dir einen anderen Jungen angelst in Kopenhagen“, hatte er zum Abschied gesagt. Nein, hatte sie nicht. Und nun freute sie sich auf das Wiedersehen mit ihrem langen, netten Rainer mit den Segelohren und der Himmelfahrtsnase. Wenn auch nicht so richtig. Sie war erst seit wenigen Monaten mit ihm zusammen und hatte doch begonnen, ihn ein bisschen langweilig zu finden. Und das verstand sie, verdammt noch mal, selbst nicht. 

(Auszug aus Hannah - Band 1 "Das Kind will nicht heiraten ...!" - Längst liegt auch Band 2 vor und Band 3 steht - Stand Mai 2022 - kurz vor der Vollendung. :-))

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Bis bald sagt Eure

Sigrid Ruth

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