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Samstag, 23. Oktober 2021

Rosa oder: Vorschau auf den Prolog von Hannah Band 2

Moin, meine lieben Schreiber- und Leserlinge! 


 Copyright: Sigrid Ruth Stephenson

Freunde können sehr ungewöhnlich sein und gerade deshalb unverzichtbar.

Freunde und Freundinnen sind im Leben einfach unverzichtbar. Es gibt alte Freunde, wirklich gute Freunde und manchmal auch falsche Freunde. Es gibt beste Freunde und ganz besondere, ausgesprochen ungewöhnliche Freunde oder Freundinnen. Eine solche Freundin ist - für Hannah - Rosa. Rosa nämlich ist unsichtbar. Mal weise, mal kackfrech. In jedem Fall unverzichtbar. Für Hannah. Und wie das so ist mit den beiden, das lest ihr im Prolog zu Band 2. Band 2 mit dem schönen Titel "Hannah - Ohne Mann ist auch echt blöd!" entsteht gerade erst. Es geht mächtig voran damit. Aber der Prolog, der ist schon längst fertig. Bitteschön:

Einzigartig würde er sein, der neue Schatz an Hannahs Seite. Rosa hatte es versprochen und Hannah, die ihre innere Stimme seit ihrer frühesten Kindheit deutlich und vertraut in sich hörte, glaubte ihr. Früher hatte Hannah sich die Stimme als Maus auf ihrer Schulter vorgestellt, giftgrün und mit rosa Punkten. Mit der Zeit hatte sie sie weniger deutlich vor sich sehen können und wenn doch, war sie ihr eher grau erschienen. Aber nicht mausgrau und langweilig. Nein, elegant, ja fast schon edel, und ... ziemlich erwachsen. Vielleicht war es nun, da Hannah, gerade einundzwanzig Jahre alt und geschieden war, an der Zeit, sich endgültig von der Mäusefantasie zu verabschieden. Aber auf die Stimme wollte Hannah nicht mehr verzichten, niemals.
Rosa war wie eine gute Freundin für sie geworden, die sie mal liebevoll tröstete, mal frech oder sogar ein wenig sarkastisch auf Trab brachte. Sie war ihr siamesischer Zwilling, ihr zweites Ich. Ich  muss ihren Namen ja nicht weiterhin auf ein rosafarbenes Fell beziehen, dachte Hannah. Es gab andere Möglichkeiten. War rosa nicht auch der botanische Name der Pflanzengattung Rose? Rose, die Königin der Blumen. Hübsche, ja prächtige Blüten, leuchtende Hagebutten, aus denen sich Tee und Marmelade kochen ließen. Aber auch Stacheln, an denen man sich, wie der Knabe im Lied vom Heideröslein, das Hannah aus ihrer Kindheit kannte, die Finger blutig stechig konnte. Das alles erschien Hannah ausgesprochen passend zu sein für das Leben, das so wunderschöne Seiten haben konnte, aber auch Aspekte, die schmerzhaft spitz waren und verletzend. Es war ein Leben, das eines Tages, davon war auszugehen, auch ihr die Früchte zeigen würde, die nach Saat und Wachstum zu sehen sein würden. Die alten Menschen, allen voran Omma, erzählten davon, nicht ohne Wehmut und doch zufrieden. Hannah hatte wieder einmal eine dieser Ahnungen, die ihr selbst altklug erschienen. Im Herbst des Lebens, dachte sie, werde ich zurückblicken und alles einordnen und betrachten können, was mit mir geschehen ist. Jetzt aber stecke ich mittendrin. Jetzt bin ich, Gott sei Dank, noch jung. So vieles liegt noch vor mir. Rosenrot? Wie sehr sie das hoffte ...! Und mit einem Mal war Hannah sich sehr sicher: Rosa würde an ihrer Seite bleiben, was immer auch kommen würde. Sie musste einfach.


Inzwischen ist Band 2 auf dem Markt und der Prolog wurde dann doch noch ein bisschen anders ... :-)

 

Bis bald sagt eure

 Sigrid Ruth  

* Hier geht's zur kostenlosen Leseprobe von "Hannah - Das Kind will nicht heiraten ...!" Und hier zu Band 2. - Viel Vergnügen beim Eintauchen in eine fast vergessene Zeit! :-)  

 

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