Finde hier jede Menge lebendiger Inspiration und Tipps, um deine Lebenserinnerungen, deine eigene Biografie zu schreiben und in Form zu bringen! Geschrieben von einem Kind der Fünfziger Jahre, geboren im Kohlenpott. Gedacht FÜR DICH!

Donnerstag, 10. März 2022

Polyamorie - Gefahr oder Gewinn für Partnerschaft und Liebe?

Moin, meine lieben Schreiber- und Leserlinge! 

Bei der Suche nach dem Richtigen für immer bleibt Hannah aber auch nicht viel erspart. Was tut frau, wenn der eigene Partner plötzlich seltsame Ideen entwickelt, die die Partnerschaft deutlich in Gefahr bringen? 

Viel Spaß mit der Leseprobe aus Hannah Band 3:

Eine Nebenfrau für Gabriel – immer wieder neu wurde das zum Thema. Der Gedanke gefiel Hannah nicht, der Grund aber leuchtete ihr ein. Er hatte Angst vor Einsamkeit, falls – was ja nicht so unwahrscheinlich war – Hannah vor ihm diese Welt verlassen würde. Große Angst sogar. Und mehr als einmal erzählte er ihr, wie gut er es fände, wenn es da eine zweite Frau gäbe. Manchmal forderte er sie sogar, halb im Scherz, halb im Ernst auf, eine solche Frau für ihn und für sich selbst zu suchen. „Eine, die du auch wirklich magst.“ Und dann erzählte er wieder von seiner Tante, die in einer Menage a trois gelebt hatte und, nachdem ihr Mann nach Jahrzehnten des Zusammenlebens zu dritt verstorben war, glücklich zurückgeblieben war allein mit der Frau. „Und das ist bis heute so. Weißt du, Liebling, so etwas würde ich mir auch für dich wünschen, wenn ich vor dir gehen müsste.“
„Nur, wenn wir dann auch einen anderen Mann dazunehmen“, gab Hannah trotzig zurück. Sie sagte das, um sich stark fühlen zu können und ohne das wirklich ernst zu meinen. Eher wollte sie Gabriel provozieren. Mit Erfolg. „Das geht gar nicht“, sagte er. „Ich bin so was von homophob ...! Aber zwei Frauen und ich, das könnte ich mir vorstellen. Ich würde versuchen, für euch beide so gut wie möglich da zu sein.“
Für euch beide, dachte Hannah ärgerlich. Wie konkret das klingt. Der spinnt wohl. „Die Vielweiberei wurde bei uns aus gutem Grund abgeschafft“, sagte sie. Doch zu ihrem Ärger gesellte sich eine Spur von Faszination. Sie hatte tatsächlich den Eindruck gewann, dass Gabriels Absichten ehrenwert waren, dass es ihm nicht allein um Sex ging. Vielleicht ist einfach zu viel Liebe in ihm, dachte sie. Liebe, die nach Wegen sucht. Oder auch ein riesiges Verlangen nach Liebe, so groß, dass ein Mensch allein das kaum abdecken kann. Und das, dachte Hannah, kann ich irgendwie verstehen.


Von da an begann sie, sich ernsthaft mit dem Thema auseinanderzusetzen. Grundsätzlich fand sie fremde Lebensmodelle faszinierend, ob nun jemand sein Leben im umgebauten LKW verbrachte und damit durch die Lande zog oder im Alter nach Bulgarien auswanderte. Aber sich von so einer Reportage unterhalten zu lassen, war ganz etwas anderes, als solch ein Modell zu leben. Sie sah sich You-Tube-Videos an, zum Beispiel von dem jungen Portugiesen, der mit drei attraktiven Frauen lebte, die einander alle mochten, und mit jeder von ihr kleine Kinder hatte. Die Gruppe suchte weitere Männer, doch bislang hatte sich niemand dafür gefunden. Sie sah sich die Reportage von der großen Gruppe von Männern und Frauen an, die das Modell der freien Liebe lebten und mal hier, mal dort leiert waren und manchmal in einem fast dunklen Raum alle nackt und eingeölt zusammenkamen, um nur noch zu fühlen. Hannah fand das interessant, wenn auch nur theoretisch. Auch der Gedanke, im Ernstfall nicht allein zurückzubleiben, gerade im Alter, erschien ihr tröstlich. Aber das passt einfach nicht zu meinen riesigen Verlustängsten, dachte sie. Und gerade weil ich mich regelmäßig in meine eigene Wohnung zurückziehe, was Gabriel gar nicht gefällt, habe ich ohnehin Angst, ihn zu verlieren. Aber so bin ich nun einmal, dachte sie verängstigt, und ich kann doch nicht anders ...!

 


 
Eines Abends kam Gabriel niedergeschlagen nach Hause. Er hatte knorrige, dekorative Holzstücke aus einem Garten abgeholt, der einer gewissen Elli gehörte. Die war jünger als Hannah und angeblich „ein sehr lieber Mensch“. Die musste ihr kleines blaues Holzhaus, in das sie Tausende von Euro  über die Jahre gesteckt hatte, verlassen, weil ihr wegen Eigenbedarf gekündigt worden war. Außerdem war sie arbeitslos und sie pflegte ihren fast hundertjährigen Vater. Zu dem hatte sie nun ziehen wollen, weil sie nichts anderes fand. Und just an diesem Tag hatte sie erfahren, dass er ins Pflegeheim wollte. „Sie könnte ja seine Wohnung übernehmen“, sagte Gabriel. „Aber sie kann sich die Miete nicht leisten.“
Hannah wurde mulmig zumute. „Du denkst jetzt aber nicht darüber nach, sie hier aufzunehmen, oder?“
Gabriel wurde still und sah nachdenklich vor sich hin. „Sie hat geweint vorhin. Die Tränen liefen ihr nur so die Wangen runter ...“
„Und da hast du sie in den Arm genommen?“

Die dritte und letzte Folge der Hannah-Trilogie erscheint voraussichtlich noch in diesem Frühling. Band 1 und Band 2* kannst du jetzt schon lesen. :-)

Bis bald sagt eure

 Sigrid Ruth  

* Bei Hannah Band 2 freue ich mich derzeit über rund 85 Prozent 4- und 5-Sterne-Rezensionen. Und bei Hannah Band 1 sind es sogar über 90 Prozent. Ich danke allen meinen Lesern und Leserinnen - tatsächlich gibt es auch männliche Leser - für die freundlichen Bewertungen. :-)  

Hier geht's zur kostenlosen Leseprobe von "Hannah - Das Kind will nicht heiraten ...!" Und hier zu "Hannah - Ohne Mann ist auch echt blöd ...".  

Viel Vergnügen beim Eintauchen in eine fast vergessene Zeit! :-)  



Mittwoch, 9. März 2022

Partnersuche 60 plus - Vorfreude auf Hannah 3 wächst

Moin, meine lieben Schreiber- und Leserlinge! 

Fragen wie "Wie kommst du voran mit dem Schreiben?", erreichen mich. Bemerkungen wie: "Ich bin schon gespannt." "Das darfst du auch sein", schreibe ich dann zurück, "Band 3 wird besonders interessant."

Das ist natürlich subjektiv. Ich persönlich finde ja, dass es kaum etwas Aufregenderes und kaum etwas Frustrierenderes gibt als die Partnersuche. Entweder man findet sein Glück oder eben nicht. Entweder man darf endlich wieder aus vollem Herzen vertrauen oder man wird zutiefst enttäuscht, wenn man Pech hat sogar belogen und betrogen. Die Suche nach dem richtigen Partner ist nie einfach, aber mit 60 plus und als Frau ist sie eine Herausforderung besonderer Güte. Da kann man allerhand erleben - und das geht Hannah nicht anders. Vom Urlaub mit einem fast Fremden im Haus am See bis zum Love Scammer reicht da die Palette.

Ich muss gestehen, dass es mir besonders viel Spaß macht, gerade diesen dritten und letzten Erzähl-Band zu schreiben. Sollte es danach noch Band 4 geben - dann steckt der nicht mehr voller Geschichten und Erlebnisse, sondern voller Schreibtipps. Dann wird das ein sehr persönlicher Schreibratgeber zum Thema Autobiografisches Schreiben. Im Moment aber geht es noch darum, ob und wie Hannah ihr Glück findet. Verdient hat sie es ja allemal, finde ich. Wenn sie sich nur nicht immer wieder selbst im Weg stehen und dann auch noch Tag für Tag älter werden würde ...!

Kürzlich sah ich einen Film in der Mediathek von 3Sat. "Les dames - immer noch Frau" heißt der und er erzählt von fünf älteren Damen, die noch einmal die Liebe suchen. Die von zärtlichen, aktiven jüngeren Männern träumen. Einer davon wäre ihnen lieber als der Gleichaltrige, der eine Frau sucht, die ihm die Socken wäscht, oder eben eine, die jünger und schöner ist. Ein sehenswerter Film. Und Hannah 3 wird - versprochen! - ein lesenswertes Buch.

Wenn euch die Wartzeit zu lang wird, stöbert doch einfach so lange in  "Hannah - Das Kind will nicht heiraten ..." oder in "Hannah - Ohne Mann ist auch echt blöd ...". Das steigert die Vorfreude - wetten?! 

Bis bald sagt eure

 Sigrid Ruth  


Samstag, 5. März 2022

Kuhwarme Milch vom Bauern - Hannah in Grafschaft im Sauerland

Moin, meine lieben Schreiber- und Leserlinge! 

Ein ganz normales Leben kann ein Abenteuer sein, einfach nur dadurch, dass man hin und wieder umzieht. Am neuen Wohnort fühlt sich zunächst alles spannend an, sogar der morgendliche Gang zum Bauern. Ein Auszug aus "Hannah - Ohne Mann ist auch echt blöd ...!":

Wenn Hannah von nun an morgens, noch nicht ganz wach, ins Wohnzimmer ging, um sich wieder einmal an der Pracht der neuen Wohnung zu erfreuen, und durch die große Panoramascheibe hinausblickte, musste sie sich kneifen, weil ihr eine ganze Weile lang so war, als habe jemand eine Fototapete hinter die Scheibe geklebt. Der Ausblick aufs Grafschafter Kloster und auf die Wälder dahinter war einfach perfekt und wunderschön.

Roman gewöhnte sich schnell ein an der neuen Schule. Mirco besuchte bei Schwester Uta, einer freundlichen Nonne, die von weltlichen Kräften unterstützt wurde, den Kindergarten, nur hundert Meter von der neuen Wohnung entfernt. Wie erwartet, waren die Kinder entzückt von Mäxchen, dem gelbmähnigen Pferd auf der Weide. Und als Herr Schauerte wie versprochen mit dem Trecker anrückte, einen Teil der Weide umgrub und die Zaunpfosten so versetzte, dass ihr künftiger Garten von Besuchen hungriger Huftiere verschont bleiben würde, schien Hannahs Glück perfekt zu sein.

Auch Conrad schien sich wohl zu fühlen. Mit Feuereifer setzte er gemeinsam mit Herrn Schauerte Obstbäume im neuen Garten. Die Anerkennung, die er im neuen Job fand, wuchs von Tag zu Tag und damit wuchs seine Zufriedenheit. „Hier werde ich wirklich anerkannt mit dem, was ich kann und bin“, sagte er.

„Und ich freue mich so, dass wir es wahrgemacht haben und hierher gezogen sind“, sagte Hannah. „Es ist einfach toll hier.“

Am Monatsersten floss nun deutlich mehr Geld aufs Konto als früher. Morgens ging Hannah mit der Milchkanne zum Bauern und ließ sich kuhwarme Milch abfüllen und manchmal auch frische Sahne. Die Kinder fanden schnell neue Freunde, stromerten durchs Dorf und amüsierten sich auf dem großen Spielplatz mit der Seilbahn und dem hölzernen Krokodil, auf dem gleich fünf Kinder hintereinandersitzen und schaukeln konnten. Was für ein Kontrast zur Plattenhaussieldung in Bochum-Wattenscheid-Höntrop ...!

Bis bald sagt eure

 Sigrid Ruth  

* Bei Hannah Band 2 freue ich mich derzeit über rund 85 Prozent 4- und 5-Sterne-Rezensionen. Und bei Hannah Band 1 sind es sogar über 90 Prozent. Ich danke allen meinen Lesern und Leserinnen - tatsächlich gibt es auch männliche Leser - für die freundlichen Bewertungen. :-)  

Hier geht's zur kostenlosen Leseprobe von "Hannah - Das Kind will nicht heiraten ...!" Und hier zu "Hannah - Ohne Mann ist auch echt blöd ...".  

Viel Vergnügen beim Eintauchen in eine fast vergessene Zeit! :-)  



 

Dienstag, 1. März 2022

Der geheimnisvolle Vorhang oder: Prolog-Vorschau Hannah Band 3


Moin, meine lieben Schreiber- und Leserlinge! 

Hannah Band 3 nimmt mächtig Formen an. Kürzlich habe ich Prolog und Epilog formuliert. Und einen neuen Titel gefunden, der mir so richtig gut gefällt. Statt des ursprünglichen Arbeitstitels "Hannah - Ich bin dann jetzt mal glücklich ..." habe ich mich nun für "Hannah - Vorhang auf fürs Glück" entschieden.

Ein geheimnisvoller Vorhang spielt im Buch eine entscheidende Rolle. Und weil das so ist, habe ich das Stoffdings zum Thema meines Prologs gemacht:

Wo simmer denn dran? Aha, heute krieje mer de Vorhang. Also, wat is en Vorhang? Da stelle mer uns janz dumm. Und da sage mer so: En Vorhang, dat is  ...
Scherz beiseite. Wir sind ja  nicht in der Feuerzangenbowle, diesem herrlichen Film aus den 1940er-Jahren, den Hannah in ihrem Leben immer wieder mit großem Vergnügen angesehen hatte. Ich bin auch nicht Lehrer Bömmel, der den Jungs in seinem niederrheinischen Dialekt während des Physikunterrichts die Dampfmaschine erklärte. Mir geht es nur um einen schnöden Vorhang.

Ganz sachlich betrachtet, ist ein Vorhang eine Stoffbahn, die gewöhnlich etwas verdecken oder ausschließen soll. Man kann die Sache aber auch emotionaler sehen. In alten Filmen kommt morgens eine freundliche Bedienstete ins Zimmer der Gnädigen, um fröhlich die Vorhänge aufzuziehen, die Sonne hereinzulassen und einen guten Morgen zu wünschen. In meinem derzeitigen Schlafzimmer gibt es einen kunterbunten, afrikanisch wirkenden Baumwollvorhang, der Tag und Nacht zugezogen ist und den kleinen Raum für mich zur Wohlfühloase macht. Er gibt mir das Gefühl, vor Blicken geschützt zu sein, obwohl es gar kein direktes Gegenüber gibt. Es hält ein Zuviel an Tageslicht ab, wenn ich morgens länger schlafen möchte. Und tagsüber zaubert er einfach eine wunderbar ruhige Atmosphäre ins Zimmer, wenn die Sonne hindurchscheint.

In „Hannah – Vorhang auf zum großen kleinen Glück“ hat ein unscheinbarer Vorhang eine ganz besondere Bedeutung. Er wurde von Männerhand geöffnet, völlig überraschend. Während eines Wachtraums, der nur Sekundenbruchteile dauerte. Hannah war bereits über sechzig, als das, was sich hinter dem Vorhang zeigte, ihr eine Erkenntnis schenkte, die ihr Leben veränderte und den Weg frei machte in ein kleines, sanftes Glück, das allmählich immer größer wurde ...

Ich hoffe sehr, ihr seid jetzt gehörig neugierig geworden. Das dürft ihr auch. Ich gebe alles, damit der 3. Band der Trilogie so bald wie möglich erscheinen kann.


Bis bald sagt eure

 Sigrid Ruth  

* Bei Hannah Band 2 freue ich mich derzeit über rund 85 Prozent 4- und 5-Sterne-Rezensionen. Und bei Hannah Band 1 sind es sogar über 90 Prozent. Ich danke allen meinen Lesern und Leserinnen - tatsächlich gibt es auch männliche Leser - für die freundlichen Bewertungen. :-)  

Hier geht's zur kostenlosen Leseprobe von "Hannah - Das Kind will nicht heiraten ...!" Und hier zu "Hannah - Ohne Mann ist auch echt blöd ...".  

Viel Vergnügen beim Eintauchen in eine fast vergessene Zeit! :-)  



Donnerstag, 24. Februar 2022

"Hannah" - Spannende Fortsetzungsgeschichte aus dem wirklichen Leben auch für Männer?

Moin, meine lieben Schreiber- und Leserlinge!  

Gestern erst entdeckte ich eine Rezension, die ein gewisser Stefan bereits vor einer Woche geschrieben hatte und über die ich mich sehr freute. Er vergab keine fünf, sondern nur vier Sterne, aber das war ja auch nicht übel. Noch mehr aber freute mich, dass er als Mann bereits beide Hannah-Bände gelesen hat und sich offenbar auf den dritten Band freut. Ist "Hannah" also doch nicht, wie ich anfangs dachte, eine Lektüre nur für Frauen? 

Mein Lebensgefährte liest die Bücher nicht selbst - ich lese sie ihm vor, während wir gemütlich kuschelnd auf dem Sofa sitzen und er mich - eine Spezialität von ihm als Lehrerssohn - auf kleine Fehler hinweist, die ich getreulich notiere, um demnächst eine noch bessere Version auf den Markt bringen zu können. Oft unterbricht er mich auch, weil eigene Erinnerungen bei ihm hochkommen. Manchmal übermannt ihn die Wehmut, die in der Nostalgie beheimatet ist. Und dann wieder lacht er aus vollem Hals, weil ihn das gerade Gehörte ehrlich amüsiert.

Dann gibt es zwei Ex-Liebhaber, die beide Bände lasen. Einer der beiden ist schon etwas nervös, weil er ahnt, dass er in Band 3 vorkommen wird. Aber er ist dennoch einverstanden - und auch gespannt. "Bis auf den Namen brauchst du nichts zu ändern", mailte er kürzlich. Ein Freibrief für mich als Autorin?

Zu meiner Überraschung hat auch mein Bruder, der seit Jahren kein Buch mehr angefasst hatte, beide Bände gelesen. Er machte gerade Corona durch und die Quarantäne fesselte ihn ans Haus. "Ich habe dir unterhaltsame Stunden zu verdanken", schrieb er, "und viele Erinnerungen kamen hoch. Wenn du den dritten Band fertig hast, dann lese ich den auch."

Stefan nun schrieb unter der Überschrift "Fortsetzung folgt?":

Der zweite Band ist so viel anders als die ersten Geschichten ... so wie im wirklichen Leben. Manche Storys sind sehr langatmig, aber die Linie bleibt spannend ... so wie im wirklichen Leben. Als Mann hatte ich manchmal Schwierigkeiten, die Gedanken von (Frau) Hannah zu erfassen... So wie im.... Aber die Fortsetzung muss nun folgen!

Das fand ich humorvoll und charmant. Und wenn ein Mann schreibt "die Fortsetzung muss(!) folgen", dann setze ich ich Gedanken ein "unbedingt" dazu. Und bin ganz Stefans Meinung. Und weil das so ist, schreib ich jetzt gleich weiter an Hannah Band 3. 

Bis bald sagt eure

 Sigrid Ruth 

 

* Hier geht's zur Leseprobe von "Hannah - Das Kind will nicht heiraten ...!" oder zum kostenlosen Lesen über KINDLE SELECT. Und hier zu Band II - Ohne Mann ist auch echt blöd ...!)

 

Dienstag, 15. Februar 2022

Von Muckefuck bis Männersuche - Stationen eines Mädchens aus dem Kohlenpott

Moin, meine lieben Schreiber- und Leserlinge!  

Die Hannah-Trilogie* erzählt spannend, unterhaltsam und gefühlvoll ein ganzes Frauenleben. Ihr möchtet wissen, worum es genau geht? Voilà!

Sie trinkt Muckefuck. Sie trägt sonntags weiße Kniestrümpfe. Sie versucht, ein anständiges Mädchen zu sein und zu bleiben. In Band 1 "Hannah - Das Kind will nicht heiraten ..." erlebt die kleine Hannah, 1955 in Essen im Ruhrgebiet geboren, mit allen Facetten, was es verdammt noch mal bedeutet, zu dieser Zeit ein Kind und dann auch noch ein Mädchen zu sein. Sie ist zehn, als Mutti ihr klarmacht, dass sie nicht mehr schulisches Wissen braucht als unbedingt nötig. "Realschule reicht völlig!" Dabei liest Hannah doch so gern. Und wie würde so schrecklich gern noch viel, viel mehr lesen und lernen. Mutti aber findet jetzt schon: Hannah sollte heiraten. Das tut sie dann tatsächlich, denn leider ist Hannah ein gehorsames Kind. Mit neunzehn Jahren heiratet sie einen Lehrer. Und denkt, damit das große Los gezogen zu haben. Wo könnte man mehr lernen als bei einem Privatlehrer, der einem näher kaum kommen könnte ...?!

Sie antwortet zwei jungen Männern auf deren Annonce und erzählt in ihrem Brief von ihrer kleinen Schwester, ohne sie gefragt zu haben. Sie bekommt zwei Söhne und kämpft mit aller Kraft um das Leben des Älteren. Sie verliebt sich in einen Professor und findet, dass der ja noch viel besser sein muss als ein normaler Privatlehrer. In Band 2 "Hannah - Ohne Mann ist auch echt blöd ...!" hat Hannah die Sache mit der Ehe ausprobiert. Sie fühlt sich so unzufrieden, dass sie mit zwanzig wieder auszieht. Nach der Scheidung kommt ein zweiter Ehemann. Der ist jetzt die Liebe für immer, denkt Hannah. Fehlanzeige - leider! Sie ist Mitte vierzig, als endlich ein absoluter Traumtyp auftaucht. Den heiratet sie nun auch. Aller guten Dinge sind drei, denkt sie. Fehlanzeige?

In Band 3 "Hannah - Ich bin dann jetzt mal glücklich ...!" muss Hannah sich entscheiden. Doch noch mit einem Mann, dieses Mal mit Mr. Reliable, weil es Mr. Right ja offensichtlich sowieso nicht gibt, happy zu werden oder lieber das  Glück bei und mit sich selbst zu finden. Dieser letzte Band der Trilogie ist gerade in Arbeit. Da die Männersuche auch hier erst noch einmal Thema ist, erlebt Hannah, was sich im 21. Jahrhundert so alles an Unsäglichem erleben lässt, wenn man sich gerade so verdammt einsam fühlt. Hier ist ein kurzer Ausschnitt als Appetizer: 

...

Wenig später. Hannah fühlte sich gerade wieder einmal quälend allein, da fiel ihr eine Kontaktanzeige in ihrem bevorzugten sozialen Medium auf. Das war im Grunde nicht neu. Oft meldeten sich britische oder amerikanische Soldaten in Uniform, die so taten, als gebe es in ihrem eigenen Land keine geeignete Partnerin für sie. Manchmal waren es arabisch wirkende Männer. Der Mann aber, der ihr jetzt eine Freundschaftsanfrage geschickt hatte, schien anders zu sein. Keine Uniform, keine dunklen Augen, keine schwarzen Haare. Das Bild zeigte einen wunderbar sympathischen und normal wirkenden Mann in einem Café in einem Einkaufszentrum. Dort saß er, entspannt lächelnd, im karierten Hemd, mit hochgekrempelten Ärmeln.

... 

Bis bald sagt eure

 Sigrid Ruth 

 

* Hier geht's zur Leseprobe von "Hannah - Das Kind will nicht heiraten ...!" oder zum kostenlosen Lesen über KINDLE SELECT. Und hier zu Band II - Ohne Mann ist auch echt blöd ...!)

 

Dienstag, 1. Februar 2022

Die universelle Welt einer Frau - 1große & viele kleine Geschichten = Hannah

Moin, meine lieben Schreiber- und Leserlinge!  

Das Schöne an der Hannah-Trilogie* ist, dass sie nicht nur die eine, alle drei Bände vereinende große Geschichte erzählt, sondern, darin eingebunden, viele kleine Geschichten, die im Grunde für sich stehen könnten, für Hannah aber unverzichtbar sind, um das Leben mit all seinen Facetten zu verstehen und daraus zu lernen. Denn die Themen, die uns Menschen verbinden, sind universell, auch wenn sie im Detail unterschiedlich sind, so sind sie doch ewig gleich. Und wir Menschen und unsere Schicksale sind stärker miteinander verbunden, als wir vielleicht denken. :-)

Hier ist eines dieser Themen, der auch euch ganz sicher begegnet sein wird, vermutlich nicht nur einfach: Umzug und Neuanfang. Man braucht Mut, Unternehmungslust und Kraft dazu, um gut hindurchzukommen.

Viel Spaß beim Lesen!

Acht Wochen nach ihrem Einzug parkte in der Nähe des Spielplatzes ein großer Bus, dem eine ganze Horde Kinder entstieg, begleitet von zwei Lehrkräften. Sie hatten es wahrgemacht: Romans alte Schulklasse hatte im Rahmen der Klassenreise eigens einen Umweg über Grafschaft gemacht, um zu sehen, wo Roman abgeblieben war.
Die Dörfler, die die Ankunft des Busses mitbekamen, schienen nicht schlecht zu staunen. Hannah sah, wie sie die Köpfe zusammensteckten, und versuchte, nicht allzu stolz zu sein, dass man ihrem Sohn solch große Bedeutung beimaß. Roman strahlte, tobte mit den anderen Kindern auf dem großen Spielplatz herum, alberte mit ihnen am dahinter gelegenen Bach und zeigte ihnen und seiner Lehrerin zum Abschluss das am Hang gelegene Haus, in dem er nun mit Mama, Papa und Mirco lebte. Ganz besonders das Kinderzimmer und vor allem den großen Spielflur und die Abseite mit dem Spielzeug. Hannah war hin- und hergerissen zwischen Freude, Rührung und der Angst, all die Sechs- und Siebenjährigen, die gerade begonnen hatten, auch die anderen Räume zu erkunden, könnten ihr neues Zuhause in kürzester Zeit in ein Trümmerfeld verwandeln. Das wusste Frau Mitscherlich die Klassenlehrerin, zum Glück zu verhindern. „Kommt, Kinder, wir müssen weiter.“

Zwei Stunden lang hatte der schöne Spuk gedauert, dann schlossen sich zischend die Bustüren. Hannah, Roman und Mirco winkten dem Gefährt hinterher, bis es außer Sichtweite war. Ein wenig wehmütig trat Hannah den Heimweg an und sah ihren Söhnen zu, die mehr Gras für das neue Meerschweinchen am Wegesrand pflückten als es in einer Woche würde fressen können.
Hannah war nachdenklich. Die Bemerkung, die Frau Mitscherlich auf dem Weg zum Bus gemacht hatte, ging ihr nach. „Ich mag alle meine Schüler“, sagte sie, „aber Ihr Roman ist einfach ein ganz besonders Kind. Da ist etwas an ihm ... ich weiß auch nicht. Einfach ... ein besonders Kind eben.“
Mirco ist das mindestens ebenso, dachte Hannah, der es immer gelegen daran war, ihre Liebe gleichmäßig auf beide Kinder zu verteilen.
„Ihr seid tolle Jungs“, sagte Hannah, „alle beide.“
Roman schien in sich hineinzuhorchen, sagte aber nichts. Dann lief er voraus, büschelweise Gras verlierend, auf flinken Beinen, dünn, aber stark. „Komm, Mirco, wer schneller zu Hause ist ...!“ Wie besonders gerade Romans Schicksal sein würden und wie stark er damit umgehen würde, das allerdings war noch Zukunftsmusik.


 

Bis bald sagt eure

 Sigrid Ruth 

 

* Hier geht's zur Leseprobe von "Hannah - Das Kind will nicht heiraten ...!" oder zum kostenlosen Lesen über KINDLE SELECT. Und hier zu Band II - Ohne Mann ist auch echt blöd ...!)

50er & 60er Jahre: Lebenserinnerungen , Rezepte und Eintragseiten für autobiografische Anfänger

 Moin, ihr Lieben! An dieser Stelle habe ich lange nicht von mir hören lassen. Das Leben tobte anderswo. Nun aber: Es gibt ein neues Hannah-...